KINDER DER EVOLUTION Besinnung - 9 -
Aus Tieren wurden Menschen. Nach anfänglicher Empörung über diese Behauptung müssen fragen wir: Wer oder was sind wir? Sind wir nur intelligentere Affen, oder wodurch unterscheiden wir uns von den mit uns lebenden Primaten und Tieren? Wir unterschqeiden uns von der Tierwelt durch unsere Verbundenheiten.
Menschen leben in mehr oder weniger gewählten festen, lösbaren Verbundeneiten. Wir geben anderen besondere Wertschätzung. und tauschen mit ihnen viele Dinge und auch Fähigkeiten durch Geben und Nehmen aus. Es gibt Vorgegebenheiten, wie Kindsein, Mannsein oder Frausein in vielen Gestalten, die zum großen Teil von der jeweiigen Kultur geformt weerden.
Uns Menschen treibt eine grenzenlose Neugier. Sie will wissen: Wer bist du, der mir gegenüber ist? In Austausch und Verstehen unter einander erfahren wir Nähe und Ferne. In ihnen erleben wir unbändige Aufregung, Freude und Schmerz. Wir wollen miteinander sein und suchen das Verbundensein. Neben positiven oder negativen Verbundenheit wollen wir unabhängige Personen sein. Dieser doppelte Antrieb gibt Antwort auf die Frage: Wer bist du und wer sind wir? Wir erscheinen als Doppelwesen, die sich austauschende Partner und und zugleicht eigenständige Personen sein wollen.
Unser Verbundenheitssinn verwaltet ein riesiges Kraftreservoir. Ständig erwägt unser Gehirn: 'Stimmt alles in meinen Verbundenheiten? Was muss ich korregieren, damit es eine gute Beziehung ist, die Austausch ermöglicht? Wenn Beziehungen zerbrechen, melden sich Stress und Schmerz wie bei körperlichen Verletzung. Es meldet sich die Sorge: 'Wie bringe ich alles in Ordnung?' Dies gilt im kleinen Privaten des Zusammmenlebens und in großen gesellschaftlichen Zusammengehörigkeiten.
Wenn Verbundenheiten gestört werden, melden sich Schmerz und Sorge. Jeder muss prüfen: 'Passt alles zum Guten? Passt es zu den Bestrebung und Zielen meines Lebens. Werde ich gemocht? Bin ich eine angesehene, anerkannte Person? Wie gehe ich mit Abneigung oder Desinteress um? Aus inneren uuns äußeren Auseinandersetzungen können Einigung oder Kämpfe hervorgehen.
Personsein
Aud das Personsein ist
emptindlich und verletzlbar.
Erfahrung begannen schon in Kindheit und Jugend im Umgang der Mutter und des
Vaters. Alle Dingen um uns waren interessant und weckten Interesse. Alle entwickelten
Vorstellungen über die Welt und sich selber.
Die
menschliche Innenwelt ist ein buntes, wandelbares System. Die anderen Lebewesen
sind in ihrer genetischen Eigenart eingesperrt, die Menschen in viel geringerem
Maß. Doch
niemand kann in die Tierwelt wieder
zurück.
Das Willkommen von Mutter Vaterund andere Erfahrungen beglückten unser Leben. Wir alle bekamen ein großes Willkommen über ihren Körper. Er wollte uns und stimmte unserem Dasein zu. Er sagte gleichsam: 'Willkommen, gut bist du. Du schaffst alle, was nötig ist und bekomms, was du brauchst.' Die Zustimmung von Mutter, Vater und Gesellschaft nahm uns mit in ihre Gemeinschaften. Sie stärkten stärkte unsere Perssönlichkeit. Wir lernten die Verhaltensregeln, z.B. "Was du.nicht willst, das man dir tut, das tu auch keinem anderen."
Unsere
Menschennatur
Der Wissenschaft der letzten Jahrhunerte verdanken wir die Befreiung von Unwissen,
Aberglauben und Torheiten. Wir übernahmen wissenschaftlich erprobtes Wissen
über umgebende Welt.
Angesichts des gewaltigen, unpersönlichen Universums erkennen wir: Blitz,
Donner, Krankheiten und Sterben sind keine Strafen überirdischer Götter
mehr. Wir sind Wesen, die in der Evolution geformt wurden. Aus uns melden sich
zwei Hauptsantriebe: Wir wollen unsere Persönlichkeit entfalten und wollen
unseren Bedürfnissen mit unseren Neigungen und Abneigungen folgen.
Etliche Lebensgestalten sind vorgegeben und bestimmen uns je nach Lebensalter:
Kindsein, Weiblich- und Männlich-sein.
Unser Leben wird weitgehend von der Menschen-gestalteten Kultur mit ihren Religionen und Traditionen geprägt. Massengesellschaften und Staatszugehörigkeit formen uns . Unser Zusammenarbeiten versorgt uns mit Nahrung, Wohnen und Tausend verschiedene Einrichtungen. Sie machen unser Leben bequemer und schneller. Die Zahl der Menschen auf der Erde und die Lebenslänge steigen. Wir verändern Erde, Luft, Meere und Landschaften. Auf alles auf der Erde nehmen wir Einfluss..
Macht, und Bereicherungsstreben von Einzelnen, und Gesellschaften üben große Macht aus. Alles prüfen wir auf seinen Nutzen. Das Wissen um unsere Entstehung in der Evolution wirft einen Blick auf unser Menschsein. Die Art unseres Zusammenlebens und unseres Kooperierens ist anders als in der Tierwelt bestimmen uns Menschenleben. A llles um unswird zu Partnern, für die wir Interesse und Wertschätzung haben können. Es erhebt sich die Frage: "Wem oder was wenden wir unser Kümmern zu? Was ist unwichtig oder unwischtig?
Da uns die Natur keine Verhaltensregeln vorschreibt, sind wir der Freiheit vieler Wahlmöglichkeiten ausgeliefert. Das gibt uns Freiheit aber auch Unsicherheit. Immer müssen wir prüfen: Was ist gut für mein Leben oder für die anderen, die uns nahe sind? Wovon hängen Frieden, Gelingen und Glück ab? Es ist die Frage Erwachsener. Der Philosoph Immanuel Kant wies an, aufgeklärte Bürger zu werden, die ihre Vernunft gebrauchen. So ist die Vernunft wohd die dem Wohlergehen des Lebens zugewandte Wirklichkeitssinn. Unser Geist ruft zunächst alles Möglicheauf die Bühne des Geistes. Verantwortliches Partnersein müssen wir alle immer erst lernen.
Die Schriften der Alten vor uns, z.B. die Ilias oder die Bibel, stillen unsere Neugier. Sie vermitteln in dichterischen Formen vielfältige Erfahrungen. Was haben die anderen oder die Vorfahren gemacht? Für viele Menschen ist der Glaube an Gott oder Götter wichtig. In ihnen anerkennen wir einen unsichtbaren Urgrund . Eigentlich wird ja alles für uns zu einem persönlichen Gegenüber das uns mehr oder weniger anspricht, und wir haben die Freiheit, unsere Antwort zu geben.
Wir stellen uns der Tatsache unserer Evolution in vielen Jahrtausenden. Können wir etwas daraus lernen? Jesus, der nichts vom Weltall und Milliarden Jahren Evolution wusste, wurde vor 2000 Jahren von den Klugen seiner Zeit gefragt: Gibt es eine grundlegende Ordnung, die uns Menschen eine Weisung sein könnte? Seine Dreifach-Antwort war die Zustimmung zum Leben, zur Welt, und zu anderen. Seine Antwort:"Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst," gibt uns diese Auskunft. Der Buddha nennt die eine Wahrheit über das Leid der Menschen. Enthält sie eine Zustimmung zur Welt? Mit welcher Antwortsind wir der Realität des Lebens nahe? Er nannte, Leben ist Leiden, und Lebensziel wäre die Befreiung vom Leiden. Uns umgibt die unbezweifelbare, wunderliche Tatsache, dass wir leben. Mit ihr müssen wir täglich angefreundet sein. In der Nachfolge des Gottesoffenbarers Jesus bleibt uns das Wagnis, dies Geheimnis zu bestaunen.- Wir wagen zu zu sagen: Danke, Universum, für Leib und Leben, für Geist und bewusstes Menschsein."
Besinnung 9 - am 22.01.2026 - www.bieback.de